Erfolgreicher erster Durchgang der BMZ African-German Leadership Academy

Das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) bot den ersten Durchgang der BMZ African-German Leadership Academy im digitalen Format vom 26. April bis zum 7. Mai 2021 an. Das Programm brachte 26 junge Fachkräfte aus den Reformpartnerländern Togo, Senegal, Ghana, Elfenbeinküste, Äthiopien, Marokko und Tunesien sowie aus Deutschland zusammen. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, eröffnete die Academy.

©DIE

Das Hauptziel der neu gegründeten African-German Leadership Academy ist es, die gemeinsame Gestaltung eines nachhaltigen wirtschaftlichen und sozialen Wandels zu fördern. Ein Weg, dieses Ziel zu erreichen, ist die Förderung junger Talente und die Verbesserung der Führungsqualitäten zukünftiger Changemaker in Afrika und Europa. Die Inhalte der African-German Leadership Academy bezogen sich vor allem auf die beiden wichtigsten aktuellen Entwicklungsvisionen: die Agenda 2030 zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen und die Agenda 2063 der Afrikanischen Union.

Die drei über- und ineinandergreifenden Themen des Programms waren Governance, Leadership und Nachhaltigkeit. Das Programm machte sich das von William Horton begründete Lernmodell von absorb, do und connect zu Nutze. Absorb – die Teilnehmer*innen hatten die Möglichkeit, von verschiedenen Expert*innen etwas über das Verhältnis von Nachhaltigkeit und Governance, Leadership sowie unter anderem über die Themen Digitalisierung, grüne Transformation und wirtschaftliche Zusammenarbeit zu lernen. Do – in Gruppenarbeit konnten die Teilnehmer*innen ihre eigenen Visionen für gesellschaftlichen Wandel entwickeln. Sie beschäftigten sich mit aktuellen Krisen und identifizierten darin verborgene Chancen, aus denen sie wiederum Ideen entwickelten, um zu „the Africa We Want“ beizutragen. Connect – den Teilnehmer*innen wurde der Raum gegeben, Verbindungen zwischen dem neu Gelernten und ihren lokalen Realitäten herzustellen. Obwohl das Programm hauptsächlich einen synchronen Lernansatz verfolgte, wurden einige Aufgaben asynchron bearbeitet, um eigenverantwortliches Arbeiten zu fördern.

Raum für Austausch, Diskussion und Reflexion

Photo: African Academy

©DIE

Im Rahmen des ersten Themenabschnitts „Governance for Sustainability“ tauschten sich die Teilnehmer*innen mit politischen Entscheidungsträger*innen aus, darunter auch der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd Müller. In seiner Rede skizzierte Minister Müller den Kontext und die Ziele der African-German Leadership Academy und betonte insbesondere die Bedeutung des Lernens von- und miteinander. Lora Borissova, Senior Kabinettsexpertin der Europäischen Kommission, diskutierte den neuen EU-Ansatz für internationale Partnerschaften, der einen Narrativwechsel weg vom klassischen Geber-Empfänger-Konzept hin zu einer Zusammenarbeit unter Gleichen bedeutet. Weitere Inhalte ihrer Rede, die auf großes Interesse aufseiten der Teilnehmer*innen stießen, waren die positiven Fortschritte bei der Neuverhandlung des Cotonou-Abkommens und die Unterstützung der Europäischen Kommission für den Covax-Mechanismus. Außerdem tauschten sich die Teilnehmer*innen mit Amirah El-Haddad vom DIE über ihre Forschung zum Sozialvertrag in der MENA-Region aus.

Der thematische Teil zu „Leadership“ fand als Workshop statt. Die Teilnehmer*innen lernten verschiedene Führungsstile kennen und nahmen an einer praktischen Übung teil, um ihre Position als Führungskraft in ihrer jeweiligen Organisation zu reflektieren. Im Anschluss diskutierten die Teilnehmer*innen außerdem konkret über Leadership in der Praxis mit Armand Zorn, einem Kandidaten für den Deutschen Bundestag.

Der dritte Teil zu „Nachhaltigkeit“ umfasste lebhafte Diskussionen und Austausch zu den Themenkomplexen Digitalisierung und Nachhaltigkeit, grüne Transformation, freiwillige Nachhaltigkeitsstandards, nachhaltiger Konsum und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den afrikanischen Staaten. Zu diesen Themen erhielten die Teilnehmer*innen Inputs von verschiedenen Referent*innen, darunter Dirk Messner (Umweltbundesamt), Joanna Bryson (Hertie School) und Uta Mahadi (Bundesverband der Deutschen Industrie).

Ein positives Fazit

Die Teilnehmer*innen äußerten ihre Zufriedenheit mit den Inhalten und Lehrmethoden der African-German Leadership Academy sowie die Absicht, Freund*innen und Kolleg*innen eine zukünftige Teilnahme zu empfehlen. Mit dem Abschluss des ersten Durchgangs der BMZ African-German Leadership Academy wurde erfolgreich der Grundstein für ein neues Netzwerk gelegt und das Team des DIE freut sich auf die Fortführung des Projekts.

DIE-Direktorin Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge stellt die Academy im Video vor:

Leave Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.