Marine Kohlenstoffbeobachtung 2.0

Das Projekt C-SCOPE will marine Kohlenstoffbeobachtungen ausweiten und nachhaltiger gestalten. Was genau plant das interdisziplinäre Projektteam?

Photo: Team C-Scope Project

Von links nach rechts: Ramona Hägele (DIE), Matthias Wunsch (BSH), Mirja Schoderer (DIE), Dr. Birgit Klein (BSH), Dr. Henry Bittig (IOW), Dr. Karel Castro-Morales (FSU), Malin Waern (IOW), Prof. Dr. Arne Körtzinger (GEOMAR), Dr. Tobias Steinhoff (GEOMAR), Prof. Dr. Letícia Cotrim da Cunha (UERJ), Carlos Musetti de Assis (UERJ), Claas Faber (GEOMAR).
Quelle: GEOMAR.

Gemeinsam mit Kolleg*innen des Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung (GEOMAR), des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung (IOW), der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU), des Bundesamts für Schifffahrt und Hydrographie (BSH) und der Staatlichen Universität Rio de Janeiro (UERJ) wollen Forscher*innen vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) marine Kohlenstoffbeobachtungen ausweiten und nachhaltiger gestalten. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für eine Laufzeit von drei Jahren geförderte Projekt C-SCOPE plant, bestehende Beobachtungslücken in marinen Kohlenstoffbeobachtungen zu schließen, die erzielte Datenqualität zu verbessern und die Wissensproduktion über marines CO2 über mehrere Beobachtungsnetzwerke und Akteure hinweg transparenter zu gestalten. Der Fokus liegt dabei auf drei Schlüsselregionen: dem nordatlantischen thermohalinen Zirkulationssystem, der Ostsee und dem Amazonas-Regenwaldsystem in Südamerika.

Nach über einem Jahr konnte sich das Projektteam endlich in Person am GEOMAR in Kiel treffen, um die gemeinsame Planung voranzutreiben, sich über die Fortschritte des vergangenen Jahres und mögliche Verzögerungen aufgrund der COVID-19-Pandemie auf den neuesten Stand zu bringen. In einer gemeinsamen Diskussion tauschte sich das aus Natur- und Sozialwissenschaftler*innen bestehende Projektteam dazu aus, wie es den interdisziplinären Austausch im Projekt gestalten möchte und welche Produkte hiervon besonders profitieren. Hierzu gehört u.a. die Ausarbeitung eines Konzepts für relevante, verlässliche und frei zugängliche Ozeanwissenschaft unter der Überschrift „Open Ocean Science“. Dieses Konzept soll unterschiedliche (disziplinare, kulturelle, …) Ansprüche an gute wissenschaftliche Praxis reflektieren, sowie bestehende Ungleichheiten und Machtdynamiken in der marinen CO2-Beobachtung in den Blick nehmen, um so einen Beitrag zu einem nachhaltigen Ozean mit transregional ausgeglichenem Datenzugang als Teil der UN-Dekade der Ozeanforschung für Nachhaltige Entwicklung zu leisten.

Das Projektteam des DIE, bestehend aus Direktorin Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge, Mirja Schoderer und Ramona Hägele, teilte außerdem Überlegungen zu unterschiedlichen Formen des Wissenszugangs durch Wissenschaft und Kunst, welche Ergebnisse des DIE-Events „An Engaging Ocean – Through Science and the Arts“ bündelten, sowie erste Analyseergebnisse der Datenerhebung auf einer Forschungsexpedition, an der Ramona Hägele im Sommer teilnahm.

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