TOSSD – eine gute Sache?

Image: Zollstock offen

TOSSD-eine neue Messgröße

Mit der „Addis Ababa Action Agenda“ (2015) wurde sichtbar, dass zur Erreichung der kurz danach verabschiedeten neuen Weltentwicklungsziele Finanzmittel in einem nie dagewesenen Umfang benötigt werden. Die Botschaft ist klar: Alle müssen nach ihren Möglichkeiten dazu beitragen, die ambitionierte SDG-Agenda zum Erfolg zu führen. Deswegen wurde in Addis vereinbart, ergänzend zur ODA eine neue Messgröße einzuführen, der „Total Official Support for Sustainable Development“. Jedoch hat man sich in Addis nicht verständigt, was alles in TOSSD enthalten sein muss, geschweige denn, wer diese Messgröße definieren soll. Dies bringt einige Gefahren mit sich.

Herausforderungen für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit

Image: Brückenbau

Langfristige und kurzfristige EZ verbinden

Die Verabschiedung der Agenda 2030 und des Pariser Klimaabkommens sowie die globale Flüchtlingskrise haben die deutsche Entwicklungszusammenarbeit vor neue Herausforderungen gestellt. Sie muss ihren Platz zwischen Global Governance und Nothilfe finden und noch stärker Teil einer umfassenden Agenda der Bundesregierung werden. Eine weitere Herausforderung ist der absehbare Rückgang der Zahl der ODA-fähigen Länder, der u.a. die Frage nach den Möglichkeiten einer projektbasierten Zusammenarbeit mit nicht ODA-fähigen Ländern aufwirft.

 

Entwicklungszusammenarbeit: Effektiv, inklusiv und transformativ?

Image: Schablone

Kein one-size-fits-all Ansatz

Es bedarf einer strategischen Anpassung derzeitiger Partnerschaftsansätze für die Implementierung der Ziele für nachhaltige Entwicklung. Die Agenda 2030 sieht Partnerschaften als zentrales Instrument zu deren Umsetzung vor. Unterstützung der Akteure bei verschiedenen Prozessen der Zusammenarbeit ist ein wichtiger Ansatzpunkt. Es wird Zeit, dass wir nach inzwischen mehr als zwei Jahrzehnten Erfahrungen mit Partnerschaften in der Entwicklungszusammenarbeit die Stärken und Schwächen verschiedener Ansätze erkennen und diese strategisch bearbeiten.

Ende der Gießkanne: Die Entwicklungspolitik der Zukunft

Image: Keys

Von Schlüsselländern und Schlüsselsektoren

Die Welt wartet nicht auf uns. Mit unseren entwicklungspolitischen Ansätzen aus den vergangenen Jahrzehnten werden wir die Auswirkungen von Bevölkerungswachstum, Klimawandel, Ressourcenverknappung und staatlichem Zerfall nicht in den Griff bekommen. Wir müssen den Mut haben, unser Handeln zu konzentrieren, um in Schlüsselländern und –Sektoren den Unterschied auszumachen. Eine fokussiertere und unideologischere Entwicklungspolitik ist daher dringender denn je.

Die Zukunft der Entwicklungszusammenarbeit liegt in der Umsetzung der Agenda 2030

Image: Kette

Die Agenda 2030 als Bindeglied

Obwohl die Entwicklungspolitik nur ein Instrument zur Umsetzung der Agenda 2030 ist, trägt sie große Verantwortung bei der Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung. Es bedarf nationaler Anstrengungen, internationaler Kohärenz und globaler Partnerschaften über Sektoren und Politikbereiche hinweg. Nur so erhalten nationale und internationale Strategien nicht nur ein neues Label, sondern befördern nachhaltige Entwicklung. Minimalanpassungen werden nicht ausreichen. Fünf Empfehlungen fassen zusammen, was SDG-sensitive Entwicklungszusammenarbeit sein kann.