Mehr Politikkohärenz für nachhaltige Entwicklung: „SDG-TÜV“ einführen und bestehende Nachhaltigkeitsstrukturen stärken

Image: Plakette der Abgasuntersuchung

Ein „SDG-TÜV“ für Nachhaltigkeit

Zwei Jahre nach Verabschiedung der Agenda 2030 und des Pariser Klimaabkommens ist Deutschland von deren konsequenter Umsetzung weit entfernt. Es fehlt vor allem am politischen Willen, aber auch an ressortübergreifender Abstimmung und ganzheitlichem Regierungshandeln. Doch wie können wir echte Politikkohärenz für die sozial-ökologische Transformation erreichen? Eine grüne Idee ist es, einen „SDG-TÜV“ für Nachhaltigkeit, Frieden und Menschenrechte auf Regierungsebene einzuführen und die bestehenden Nachhaltigkeitsstrukturen zu stärken.

Entwicklungszusammenarbeit: Reform an Kopf und Gliedern tut Not

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Reform an Kopf und Gliedern

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (EZ) steht vor der Notwendigkeit, zu strategischem Handeln zurückzufinden und sich weniger politischen Konjunkturen unterzuordnen. Die Folgen einer fehlgeleiteten Fixierung auf die innenpolitische Debatte und die Ausrichtung der EZ auf deren Prioritäten ist am Beispiel des von Bundesminister Müller betonten Beitrags der EZ zur Fluchtursachenbekämpfung zu besichtigen. Auch wenn inzwischen das „wording“ ein wenig herabgestuft wurde und nun von deren Minderung gesprochen wird, so ist doch der Mehrzahl der Beobachter klar, dass hier mehr versprochen wird als gehalten werden kann.

Zukunftsthema Entwicklungspolitik: Aufbruch in ein neues Zeitalter

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Chancen für den Aufbruch liegen parat

Wann, wenn nicht jetzt? Die Fans einer zukunftsfähigen Entwicklungspolitik in Deutschland haben die einzigartige Chance, im Zuge der Nachhaltigen Entwicklungsziele die Welt umzukrempeln. Wer die mit diesen Zielen verknüpfte Agenda 2030 ernst nimmt, wird sich an die Lösung der globalen Probleme machen und gleichzeitig die Strukturen in Deutschland verändern, die mit zur Herausbildung geopolitischer Konflikte, zu Terrorismus, Flüchtlingsbewegungen, Artenverlust und Klimawandel beitragen.

Migration und Entwicklung durch Entwicklungszusammenarbeit gestalten!

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Über die „Root Cause“-Agenda hinaus

Migration ist momentan ein hochaktuelles Thema in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ). Anders als bei den Millennium Development Goals, ist Migration ein wichtiger Bestandteil der neuen globalen Entwicklungsagenda 2030, zu welcher sich Deutschland verpflichtet hat. Des Weiteren hat durch die Migrationsentwicklungen der letzten Jahre das Thema der Reduzierung von Flucht- und irregulärer Migrationsursachen („root causes“) noch mehr an Bedeutung gewonnen. Deutschland hat dafür in den kommenden Jahren zusätzliche EZ-Mittel zur Verfügung gestellt.

You need to understand SDG interactions – here’s why

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Conversation on SDG interactions has just started

A new interactions framework could be key to effective implementation of the Sustainable Development Goals by G20 governments. In this blog Måns Nilsson and Martin Visbeck explore possible ways of empirically tracking degrees of policy coherence between the 17 SDGs, and propose ideas as to what the G20 might do to promote accountability of member governments in upholding the 2030 agenda.