Das Politikfeld Entwicklungszusammenarbeit befindet sich im Umbruch.  In Deutschland sollte im Vorfeld der Bundestagswahlen im Herbst 2017 die Rolle und Bedeutung der Entwicklungszusammenarbeit einen wichtigen Platz einnehmen. Fragen zu globalen Herausforderungen und politischen Entwicklungen wie der 2030 Agenda wurden auf unserer Blog-Plattform von unterschiedlichen Perspektiven unter dem Titel  „Zukunft der deutschen Entwicklungszusammenarbeit“ offen diskutiert, Stimmen aus unterschiedlichsten Bereichen trugen dazu bei.

Deutschlands Rolle für globale Entwicklung: Der Anfang einer Strategiedebatte

Image: Zahnräder

Deutschlands künftige Rolle

Die politische Auseinandersetzung über Deutschlands Rolle für globale Entwicklung hat gerade erst begonnen. Diese Diskussion ist notwendiger und relevanter als je zuvor, da grenzüberschreitende Herausforderungen zunehmen, während gleichzeitig die politischen Gestaltungsspielräume wegen vielfach national-populistischer Trends abnehmen. „Globale Entwicklung“ ist zu einem wichtigen Thema in der politischen Debatte Deutschlands geworden. Dies sind die wichtigsten Schlussfolgerungen unseres nun endenden Blogs zur am Sonntag stattfindenden Bundestagswahl.

Plädoyer für eine Innovationsoffensive in Afrika

Photo: Balanced Balls

Wissenschaft, Technologie und Innovation (WTI) gelten im 21. Jahrhundert global als die treibenden Kräfte für nachhaltige Entwicklung und damit für die Zukunftsfähigkeit von Gesellschaften. Sie haben grundsätzlich das Potenzial, alle drei Dimensionen von nachhaltiger Entwicklung – die ökonomische, die ökologische und die soziale Dimension – zu befördern. Ein leistungsfähiges WTI-System erfordert jedoch effiziente Institutionen und Unternehmen sowie hochqualifizierte Fachkräfte auf allen Ebenen. Und genau hier beginnt für viele Länder das Problem.

Post-Development: Entwicklungspolitik abwickeln oder anpassen?

Photo: Reversed Earth map

Unter dem Namen „Post-Development“ werden Entwicklungstheorie und –politik grundlegend in Frage gestellt, weil sie eurozentrisch, entpolitisierend und autoritär seien. Was könnte die Entwicklungspolitik aus dieser Kritik lernen, wenn sie sich nicht selbst abschaffen will?

Für mehr Effizienz in der Entwicklungszusammenarbeit!

Photo: Bill and Melinda Gates Foundation

Deutschland hat im vergangenen Jahr erstmals 0,7 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Entwicklungszusammenarbeit ausgegeben. Es hat Jahrzehnte gedauert, dieses Ziel zu erreichen. Globalisierung und Migration haben dazu beigetragen, dass die Bundesregierung mehr Verantwortung in der Welt übernimmt und dabei zu einem Vorreiter der Entwicklungszusammenarbeit geworden ist. Denn es ist nicht so einfach, den Bürgern zu erklären, warum man Steuergelder in fernen Ländern ausgibt. Aber nicht zuletzt die Flüchtlingskrise hat deutlich gemacht: Deutschland ist keine Insel der Seligen, sondern wir müssen einen Beitrag leisten, um das Elend der Welt zu bekämpfen.